Silbernes Jubiläum

Silbernes Jubiläum

27. Juni 2020

Mahnmal-1

 

   „Ein Denkmal ist ein Gegenstand der Geschichte, der unbedingt erhalten werden soll, weil er eine bleibende Bedeutung hat. Denkmäler sind Ausdruck eines Zeitgeistes, sie vergegenwärtigen unser Erbe, konfrontieren uns mit einer fortwirkenden Vergangenheit, die – beharrlich, unbarmherzig, bisweilen auch versöhnlich – in unsere Gegenwart hineinragt“.

 

Kirche-West

 

    Es sind Werke von Menschenhand, errichtet zu dem bestimmten Zweck, um einzelne menschliche Taten oder Geschicke im Bewusstsein der nachfolgenden Generationen stets gegenwärtig und lebendig zu halten. Unsere Vorfahren ahnten aber nicht, dass wir, die Nachfahren, den Ort mitsamt seinen kostbaren Werken, aufgeben müssen. Doch die Erinnerung daran bleibt und in vielen Begegnungen (in der Familie oder anderen Treffen) versuchen wir das zu beschreiben was einst war und schauen begierig auf Bilder dieser Werke.

   Nach der Rückkehr in die alte Heimat war vielen für uns klar, dass wir auch hier ein Denkmal haben wollen, aber nur eines für die vielen zurückgelassenen Werke. Es sollte ein Zeugnis unserer Geschichte sein, eine Würdigung unserer Vorfahren, ein Zeichen der Verbundenheit mit Saderlach.

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    Und es konnte kein besserer und geeigneter Ort gefunden werden als im Schwarzwald. Wir waren stolz auf die Errichtung des Saderlacher Denkmals vor (fast) einem Vierteljahrhundert, in Görwihl. Das steinerne Denkmal ist ein Meilenstein in der Geschichte der Hotzenwälder Siedler. Die Symbolkraft für die Lebenden wird, so nach und nach, die Wertschätzung für das Vorhandensein dieser Begegnungsstätte vergrößern. Lasst uns bewusst sein, dass wir eine Fürsorgepflicht haben, sowohl als Zeitzeugen als auch als Mitglieder der HOG Saderlach.

Setzen wir ein Zeichen der Zusammengehörigkeit, als Nachfahren der Hotzenwälder, indem wir die Erinnerung an die Vergangenheit mit der Zuversicht für eine würdevolle Zukunft verbinden.

 

 Im Wort „alemannisch“ lieht d’Wohrheit drin,

Es heißt „hebet zämme“ un des hät Sinn,

Weil nur im Zämmehalte chann d’Welt bstoh

Drum alles was trennt bliebe loh.

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Nicht vergessen!

Saderlacher Treffen am

27. Juni 2020

Mit der Planung haben wir bereits begonnen. Der jeweils aktuelle Stand kann, entweder über das Organisationskomitee, die Stützpunktleiter oder die Banater Post, erfahren werden!

D‘Zit rinnt wie Sand

Du traisch dii Zit in Diinre Hand

un s‘Lebe lauft dädur wie Sand:

Ein Cherne Freid ein Cherne Leid

Weisch du, wenn s letschti abegheit?

 

Heb s Zitmoß fescht, un dank. Un denk:

de letschte Cherne im Glas isch ei Gschenk.

Leb jedi Stund vum Leben uus,

nom segnet Gott di un dii Huus!

 

Denk aibil mit Wille dra,

daß jedi Stund di letscht sii cha.

Un sorg im Glück wie in de Not,

daß dir kein Cherne verlore goht.

                                                                           (Gerhard Jung)

Mathias Eisele, Konstanz