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HOG Saderlach: Heimattreffen mit “Chilbi ” in Königsbrunn

Dieser Artikel ist auch in der ” Banater Post “ Nr. 14 vom 20 Juli 2017 auf Seite 18  erschienen.

Git’s ebbis schenres als d’Muettersproch?

 Verwundert fragte mich der junge Helmuth: „Ja, kennt ihr euch denn alle“? Aber sicher, meinte ich: „es sind Tante und Onkel, Cousine und Cousin, ehemalige Nachbarn und Arbeitskollegen, Kameraden und Freunde“. Und dann wiederum das vertraute Alemannisch, wie: „Kennsch mi noch? Wie goht’s de Muetter un dem Vadder? Sin dinne Chinder au do“?

  Das Saderlacher Treffen war der Anlass für den Start dieser Fragerunde. Früher einmal war der 24. Juni, als „Chilbi“ einer der größten Feiertage im Ort und auch heute für ein schönes Fest noch immer geeignet. Das Wetter war hervorragend und die Stimmung gut. Es zog wieder viele ehemalige Saderlacher nach Königsbrunn um gute Bekannte zu treffen und wenn auch die Zeit ihre Spuren in den Gesichtern hinterlassen hat so waren es doch die vertrauten Stimmen die jegliche Berührungsängste wegwischten.  

  Unser HOG Vorsitzender, Franz Winterhalter, dankte in seinem Grußwort für das Kommen aller Gäste und stellte den Ablauf des Festprogramms vor. Würdevoll und aufbauend war der Gottesdienst, eindrucksvoll geschildert war das Leben Johannes des Täufers in der Predigt. Das Miteinander prägte sein Leben und es war ein gutes Omen für die Saderlacher Kirche seinen Namen zu führen. Unser Kirchenchor, mit dem Organisten Josef Müller, verlieh der Feier den entsprechenden Rahmen. Kaum war die Totenehrung am Denkmal vorbei, so strömten alle eilig in den Saal des Trachtenvereins. Der Bericht über die freiwilligen Helfer für die Friedhofsarbeiten wurde, wie immer, positiv von Herbert Mühlbach dargestellt. Die gezeigten Bilder waren ein Beweis des selbstlosen und pflichtbewussten Einsatzes der Helfer. Ein herzliches Dankeschön für deren Arbeit auch an dieser Stelle. 

  Dass die Banater Schwaben auch in der Bundesrepublik rege und tätig sind würdigte der Bundessprecher der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Franz Schlechter. Und dass auch ehemalige Saderlacher für ihre Tätigkeit in der Heimatortsgemeinschaft (HOG) geehrt wurden gibt uns die Zuversicht, dass auch wir das Richtige machen.

  Und dann ging es so richtig los! Es wurde geredet. Über gestern und heute, über Freuden und Sorgen, über Ängste und Hoffnungen. Und auch der Tanz gehört zu jedem Fest dazu. Schöne, alte und neue Lieder wurden sehr gut gespielt und luden zum schwungvollen Tanz ein und je später der Abend wurde desto tanzfreudiger zeigten sich die Gäste des Treffens. Das Fest war gelungen auch dank des Einsatzes des Augsburger Organisationskomitees.

  Und wie bei jedem zu Ende gehenden Fest kam der Ausblick auf das silberne Jubiläumsfest 2020 in Görwihl. Bliebet alle gsund un nit nohloo!!

 

Mathias Eisele